Wenn im Kloster um 18.00 Uhr die Glocken läuten, dann hat man wie Mittags 5 Minuten Zeit, um zur Gebetszeit zu gehen. Das ist eine wunderschöne, halbstündige Gebetszeit mit mehreren gesungenen Psalmen, Fürbitten und Segen. In meinen Klosterarbeitstagen markiert die Vesperzeit normalerweise auch das Ende des Schreibtages. (Na, ok, manchmal lese ich dann nach dem Abendessen noch ein bisschen Korrektur….). Zum Ende eines Arbeitstages hin, schreibt Bruder David Steindl-Rast auf gratefulness.org „ist es jetzt Zeit inneren Frieden zu finden und sich mit Widersprüchen zu versöhnen,… Enttäuschungen und Rückschlägen hinter sich zu lassen“.
Die Vesperzeit ist im Sommer die Zeit, wo die Schatten länger werden. Im Herbst dämmert es und im Winter ist es bereits dunkel. Man sieht den Abendstern. Zeit, Kerzen anzuzünden. Jetzt werden auch wieder Fürbitten gesprochen. Man denkt, an die Menschen, die einem nahe stehen und solche, die überall auf der Welt in Not und Sorge sind. Es ist auch Zeit, Dank zu sagen. Noch einmal aus gratefulness.org: „Diese Stunde ruft uns zur Feier der Gemeinsamkeit. Sie lädt uns ein, ein Licht anzuzünden und in dieser dunklen Welt für unsere Nachbarn Sorge zu tragen“.

Mehr zu den Stundenzeiten im Kloster auf
www.gratefulness.org Meet the angel of the hour.

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18_Uhr Stimmung

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